Gesundheitliche Chancen und Risiken (4.)

16.08.2017

Da der zweite Onlinekurs der School of Veganomics noch auf sich warten lässt, finden Sie hier erste Einblicke in die vorgesehenen Lektionen zum Thema.

Die Kursstruktur:

  1. Was ist Veganismus?
  2. Tier und wir
  3. Die globale Ressourcenfrage
  4. Gesundheitliche Chancen und Risiken
  5. Veganes Wirtschaften
  6. Vegane Ethik
  7. Prinzipien und Optionen für das persönliche Handeln

Es handelt sich bei der hier getroffenen Auswahl um einige der externen, öffentlich verfügbaren Quellen.

Trailer: Gabel statt Skalpell

Wenn wir alle wüssten, was die Wissenschaft schon lange weiß, würden wir vermutlich unseren Speiseplan sofort umstellen... 

Der renommierte Biochemiker Prof. Dr. T. Colin Campbell leitete in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte China Study, die vermutlich umfassendste Studie, in der ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma beim Menschen nachgewiesen werden konnte. 

Beteiligt waren hierbei zwei westliche Universitäten sowie die Chinesische Akademie für Präventivmedizin.

℗ 2012, Dauer 2:11

 

Vortrag: Aktuelle Studienlage und Forschungsbedarf

Ein Mitschnitt des Vortrags von Dr. Markus Keller während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

Die vegane Ernährung gewinnt zunehmend an Popularität, besonders in Ländern wie Deutschland, Großbritannien und den USA. Während die vegetarische Ernährung relativ gut untersucht ist, liegt nur eine begrenzte Anzahl an ernährungswissenschaftlichen und ernährungsmedizinischen Publikationen zur veganen Ernährung vor.

Nach bisherigen Erkenntnissen weisen Veganer im Vergleich zu Fleischessern ein geringeres Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Hypertonie, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und Katarakt auf. 

Die Versorgung mit einer Reihe von Nähr- und Inhaltsstoffen ist bei Veganern oft günstiger als in der Allgemeinbevölkerung. Hierzu zählen v. a. Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B1 und Folat sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. 

Gleichzeitig ist die Zufuhr einiger Nährstoffe teilweise als kritisch einzustufen. Dies gilt besonders für Vitamin B12, Kalzium, Vitamin B2, Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren sowie teilweise für Jod.

Viele Forschungsfragen zur veganen Ernährung wurden bisher an nur wenigen Veganern untersucht oder sind noch ungeklärt, das gilt besonders für Gruppen wie Schwangere, Stillende und Kinder sowie Sportler. Um offene Fragen zu beantworten und daraus entsprechende Ernährungsempfehlungen für Veganer abzuleiten, sind weitere Studien mit ausreichenden Teilnehmerzahlen notwendig. 

Nach bisherigen Erfahrungen lassen sich an Studien interessierte Veganer in Deutschland relativ problemlos finden. Deutlich schwieriger sieht es mit der Finanzierung entsprechender Studien aus.

℗ 2015, Dauer 28:05

 

Vortrag: A New Nutritional Approach to Type 2 Diabetes

Ein Mitschnitt des Vortrags von Dr. Neal Barnard während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

℗ 2016, Dauer 44:55

 

Dokumentation: Colin Campbell zur China Study

Ein Beitrag aus der Reihe „Treffpunkt Medizin“.

℗ 2015, Dauer 46:54

 

Vortrag: Sekundäre Pflanzenstoffe: Vielseitig Wirksam

Ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Claus Leitzmann während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

℗ 2016, Dauer 52:27

 

Vortrag: Perspektiven vegetarischer Ernährung in der Medizin

Ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Andreas Michalsen während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

℗ 2016, Dauer 25:34

 

Vortrag: Gesunde Ernährung: Antioxidantien und Hautalterung

Ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Jürgen Lademann während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

℗ 2016, Dauer 19:39

 

Dokumentation eines Vortrags von Michael Greger M.D.

Ihr Kursleiter begegnete Dr. Michael Greger am 25.02.2016 in Fort Myers anlässlich seiner Vortragsreise.

In der Dokumentation werden wesentliche Aussagen des Vortrags zusammengefasst. 

℗ 2016, Dauer 3:01

 

Trailer: Deutschsprachige Ausgabe von „How Not To Die“

Das Buch How Not To Die von Michael Greger ist auch direkt bestellbar beim Verlag.

Entdecken Sie Nahrungsmittel, die Ihr Leben verlängern - und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen. Die meisten aller frühzeitigen Todesfälle lassen sich verhindern – und zwar, so überraschend es klingen mag, durch einfache Änderungen der eigenen Lebens- und Ernährungsweise.

Dr. Michael Greger, international renommierter Arzt, Ernährungswissenschaftler und Gründer des Online-Informationsportals Nutritionfacts.org, lüftet in seinem weltweit außergewöhnlich erfolgreichen Beststeller das am besten gehütete Geheimnis der Medizin: Wenn die Grundbedingungen stimmen, kann sich der menschliche Körper selbst heilen.

In How Not To Die analysiert Greger die häufigsten 15 Todesursachen der westlichen Welt, zu denen z. B. Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Bluthochdruck und Parkinson zählen, und erläutert auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, wie diese verhindert, in ihrer Entstehung aufgehalten oder sogar rückgängig gemacht werden können.

Darüber hinaus erklärt er auf verständliche und enorm fesselnde, aber stets wissenschaftlich fundierte Weise, welche Lebensmittel besonders wertvoll und gesund für die verschiedenen Organe und Funktionen des menschlichen Körpers sind und wie diese am besten kombiniert und verzehrt werden können. Sein „Tägliches Dutzend“ fasst in einer so übersichtlichen wie praktischen Checkliste alle die Lebensmittel zusammen, die eine optimale Gesundheit unterstützen.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die ihre gesundheitliche Zukunft selbstbestimmt und gut informiert in die eigenen Hände nehmen möchten.

„Mit Abstand das beste Buch, dass ich je über Ernährung und Diäten gelesen habe.“ –Dan Buettner, Bestseller-Autor der „The Blue Zones“

℗ 2016, Dauer 8:59

 

Dokumentation: Buchvorstellung „How Not To Die“

In Verbindung mit seinem Vortrag am 25.02.2016 in Fort Myers (Florida) signierte Dr. Michael Greger auch seinen Bestseller, der im Herbst 2016 auch in deutscher Sprache erschienen ist.

Beobachtungen und ein kurzes Gespräch mit ihm über die Gültigkeit seiner Ergebnisse auch für uns.

℗ 2016, Dauer 3:53

 

Vortrag: Food as Medicine: Preventing and Treating Disease with Diet

Ein Mitschnitt des Vortrags von Dr. Michael Greger während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2016 in Berlin.

℗ 2016, Dauer 54:43

 

Statement: Behind the Scenes at NutritionFacts.org

In diesen sieben Minuten erzählt Dr. Michael Greger, wie er es schafft, täglich eine wissenschaftliche Zusammenfassung von ernährungsrelevanten medizinischen Studien als Video online zu bringen.

℗ 2016, Dauer ​7:38

 

Vortrag: At risk for micronutrient deficiencies?

Ein Mitschnitt des Vortrags von Dr. Isabelle Herter-Aeberli während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2015 in Berlin.

℗ 2015, Dauer 13:43

Ergänzende Informationen

Vegetarian and vegan lifestyles are currently en vogue in Switzerland. A diet without meat or even without any kind of animal source products may place consumers at risk for micronutrient deficiencies. The aim of the presented study was therefore, to investigate differences in both micronutrient intake and status between omnivores, vegetarians and vegans in Switzerland.

A total of 206 healthy adults between the age of 18 and 50 years were recruited. Measures of weight and height were taken. Plasma concentration of the vitamins A, C, E, B1, B2, B6, B12, folic acid, pantothenic acid, niacin, biotin and ?-carotene as well as Fe, Mg, Zn and urinary iodine status was determined. Dietary intake was assessed using a 3-day weighed food record.

Dietary intake of Ca, vitamin D and vitamin B12 was lowest in vegans. Despite those low intakes in vegans, vitamin B12 deficiency was very low in all groups. On the other hand, omnivores had lower intakes in Mg, vitamin C, vitamin E, niacin and folic acid. Consequently, the prevalence of folic acid deficiency was, with 58%, highest in this group. Despite higher Fe and Zn intakes in the vegan groups, their status of both minerals was lower compared to omnivores and Zn deficiency was more prevalent.

All three diet forms have been shown to have advantages and disadvantages regarding micronutrient status. Nevertheless, we have been able to show that vegetarians and especially vegans seem to be well informed about the potential limitations of their diet and take the necessary precautions.

 

Vortrag: Soy and health – Benefits and controversies

Soja ist als Nahrungsmittel umstritten. Neben Herkunft und Qualität stellen sich weitere Fragen. 

Ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Mark Messina während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2015 in Berlin.

℗ 2015, Dauer 38:41

Ergänzende Informationen

During the past 25 years the health effects of soyfoods have been extensively evaluated. Much of this research has been conducted because the soybean is a uniquely-rich source of isoflavones, non-steroidal molecules classified as both phytoestrogens and selective estrogen receptor modulators. 

However, soyfoods are not without controversy, as the estrogen-like effects of isoflavones have raised concerns that soyfoods may for example, worsen the prognosis of breast cancer patients, feminize men, and cause abnormal development in boys and girls. 

Importantly, most of the concerns are based primarily on research conducted in rodents or are derived from case studies in which participants consumed excessive amounts of soyfoods or isoflavones whereas benefits are based on clinical and epidemiologic data. 

For example, rodent research shows that isoflavone-containing products stimulate the growth of existing mammary tumors in athymic ovariectomized mice implanted with estrogen-sensitive breast cancer cells whereas prospective epidemiologic research involving over 11,000 breast cancer patients shows post-diagnosis isoflavone intake reduces recurrence and breast cancer-specific mortality. 

Also, although two case reports each noted feminizing effects in individual males, these effects occurred in response to the consumption of approximately 12 servings of soyfoods per day. 

In contrast, feminizing effects have not been noted in the large number of clinical studies that have evaluated the effects of isoflavone exposure on reproductive hormone levels and sperm and semen parameters. 

This presentation will evaluate support for both the proposed benefits of soy and concerns and identify areas where more research is needed.

 

Vortrag: Gemüse aus dem Meer – Vor und Nachteile von Algen

Ein Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Gerhard Jahreis während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2015 in Berlin.

℗ 2015, Dauer 27:47

Ergänzende Informationen

Ende des letzten Jahrhunderts erhöhte sich die globale Nutzung mariner Makroalgen sprunghaft. Neben der direkten Nutzung, vor allem in der asiatischen Küche, finden Algenpolysaccharide, wie Agar-Agar, Carrageen und Alginsäure inzwischen häufig Verwendung in der Lebensmittelherstellung, speziell auch in der EU.

Algenpolysaccharide und deren Derivate dienen als Gelier-, Stabilisier- und Verdickungsmittel für Milchprodukte (Kaffeesahne, Käse, Speiseeis), Fruchtsäfte, Dressings, Puddings, Gelees und Marmeladen sowie zur Herstellung essbarer Wursthüllen und Büchsenfleisch. Aber Makroalgen erweitern auch im direkten Verzehr das Lebensmittelsortiment in Deutschland.

Da oft Nährstoffangaben und Verzehrsempfehlungen fehlen, untersuchten wir 34 im Handel erhältliche Braun- und Rotalgen (Phaeophyta & Rhodophyta) hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe. Makroalgen sind reich an essentiellen Nährstoffen und können dadurch einen Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten. Besonders Braunalgen sollten hinsichtlich ihres Gehaltes an Jod sowie der Belastung mit Arsen kontrolliert werden, da diese Elemente in gesundheitsgefährdenden Konzentrationen enthalten sein können.

 

Vortrag: Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Ein Mitschnitt des Vortrags von Dr. Astrid Menne während der Fachkonferenz zur vegetarischen Ernährung in der Gesundheitsversorgung VegMed 2015 in Berlin.

℗ 2015, Dauer 27:47

Ergänzende Informationen

Die Vielfalt und ganzjährige Verfügbarkeit von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Die Lebensmittelindustrie bietet eine immer größere Auswahl an Fertigprodukten an. 

Bedingt durch unseren veränderten Lebensstil verzehren heute immer mehr Menschen Mahlzeiten, die nicht selbst zubereitet wurden. 

Essen wir uns krank? Nehmen Nahrungsmittelunverträglichkeiten tatsächlich zu? Haben sich unsere Lebensmittel so verändert oder vermitteln uns die Medien und die Lebensmittelindustrie, dass wir heute spezielle Lebensmittel „frei von“ benötigen? 

Eine Übersicht und Bestandsaufnahme.

 

Statements: Live and Let Live

Matt Ruscigno und T. Colin Campbell bringen in diesem kurzen Ausschnitt wesentliche Erkenntnisse aus ihrer Arbeit auf den Punkt.

℗ 2014, Dauer 1:27

 

Die weiteren Kapitel folgen in den kommenden Tagen!

 
 
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