Kohlrouladen. © Cordula Hesselbarth
 
 

Weblog

Hier gibt's - wie bei einem Tagebuch - immer wieder Neues aus dem Alltag des veganen Kochens, des veganen Alltags und der Veganwirtschaft.  

 
 

Wie Fleisch? Wozu.

Martin Gertler14.10.2014

Fleischersatz verliert bei vollwertiger pflanzlicher Ernährung offenbar schnell an Bedeutung.

Wiefleisch - "wie Rind"zoom

Dies erlebte ich heute, als ich ein solches Produkt zum Mittagessen bei einer „omnivoren“ Familie mitbrachte: „wie Rind“ von Wiefleisch.

Man hatte eine Gemüsepfanne mit Nudeln vorbereitet - und meine Streifen von „wie Rind“ wurden als solche schnell erkannt: „Schmeckt wie Rind!“

 
 

Außerdem stand ein Schälchen mit Stückchen von „Schweinefleisch“ (also: Aas vom toten Schwein...) auf dem Tisch. Die Tochter, frischgebackene Studentin und gerade erst 19 Jahre jung, bevorzugte jenes Aas, fügte es reichlich hinzu und überstreute ihren Teller mehrfach mit Parmesankäse aus der Tüte. 

Das mitgebrachte Ersatzprodukt schmeckte ihr nicht wegen der „zu wenig fleischähnlichen Konsistenz“ - der Geschmack allein reichte ihr also nicht.

Die Eltern fanden, dass das Ersatzprodukt tatsächlich nach Rind schmeckte, und mischten dieses plus die Aas-Stückchen unter ihre Nudel-Gemüse-Teller.

Mir selbst schmeckte das Ersatzprodukt im Gemüseteller wie eine mögliche, aber nicht wirklich notwendige Beilage. Mein spontaner Kommentar: „Nach bald drei total fleischfreien, veganen Jahren weiß ich eh nicht mehr, wie Rind schmeckte! Aber es ist schön, das heute von Euch zu hören und bestätigt zu bekommen."

Und ich fügte sogleich unwillkürlich noch hinzu: „Dann ist's ja aber auch völlig egal - und es muss für mich eigentlich gar nix mehr so schmecken wie das übliche Aas, denn es fehlt mir überhaupt nicht mehr!“

Logisch, oder?

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Septemberleckereien

Martin Gertler06.09.2014

Eine nahrhafte und gesunde Kost kann zumindest daheim ohne besondere Aufwände zusammengestellt werden - die Angebote der Obst- und Gemüsebereiche unserer Supermärkte reichen dafür bestens aus. 

Herzhaftes am Morgen

Frühstücksbrotezoom

Zum zweiten Frühstück gab es heute daher eine Scheibe „Leberwurstbrot“, bestrichen mit der Champignonpaste Father and Son - und eine Scheibe „Eibrot“: reife frische Avocado, leicht bestreut mit einer Prise Schwarzem Salz, das für den typischen Eigeschmack sorgte.

Süß-Deftiges am Abend

Dinnerzoom

Zum Abendessen entstand eine spannende Mischung, inspiriert von einer der leckeren Mahlzeiten bei der ersten veganen Flusskreuzfahrt„Dattel-Ratatouille“ aus heimischen Möhren, Kartoffel und Champignons sowie Mungobohnensprossen, Zwiebel und Streifen vom Ingwer

Die zum Schluss kurz mitgeschmorten Datteln (in kleinen Stücken) sorgten für einen wunderbaren süßen Kontrast zu den eher deftigen Gemüsen...

 
 
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Erstmals Gemüsemischung entdeckt

Martin Gertler11.08.2014

In den Niederlanden sind - neben den auch bei uns üblichen - abgepackten Salatmischungen immer schon auch Gemüsemischungen in reichhaltiger Auswahl in den Supermärkten erhältlich, in Deutschland seltsamerweise nicht. Bis heute...

China-Gemüse mit Wiefleischzoom

Unterwegs habe ich heute beim REWE an der B266 angehalten und gestaunt: Es gibt dort offenbar einige wenige, fertige Gemüsemischungen, die lokal hergestellt wurden und sich komfortabel abends schnell in die Pfanne geben lassen - fertig geputzt und gut gemischt.

 
 

An der Kasse erfuhr ich, dass wohl nur solche Märkte das anbieten könnten, die eine eigene „Küche“ haben und dort Vorbereitetes verpacken und auszeichnen können.

In den Niederlanden machen sie das immer schon durch zentrale Belieferung, genauso wie mit den Salatpackungen, die wir in Deutschland doch auch immer schon in allen Supermärkten wählen können.

Getestet und für gut befunden

Die Anwendung fürs Abendessen war problemlos:

  • Pfanne erhitzen,
  • Bratöl hinzugeben,
  • dann zunächst eine halbe kleine Packung „Wiefleisch - wie Hühnchen“ anbraten
  • und nach einer Minute die „Gemüsemischung Chinesische Art“ hinzugeben.

Während der zehnminütigen Schmorzeit (Deckel nutzen, immer mal wieder öffnen und alles wenden) habe ich auch einen Schuss Wasser hinzugegeben - und mit ihm eine passende Mischung trockener Kräuter sowie einen Schuss „Dinkel-Cuisine“ von Natumi.

War knackig und lecker!

Aber...

Die „Gemüsemischung Chinesische Art“ enthielt bereits Sprossen, Zwiebeln, Paprika, Möhren, Chinakohl, Porree und Zuckererbsen.

Somit hätte die Packung „Wiefleisch - wie Hühnchen“ demnach eigentlich gar nicht sein müssen, denn auch sie enthielt geformtes, texturiertes Gemüse: Karotten, Zwiebeln, Erbsenprotein, Erbsenfaser, Kartoffelstärke, sowie Wasser, Sonnenblumenöl, natürliche Aromen und Salz.

Also:

Solche fleischimitierenden Produkte sind zwar ein netter Gimmick und passen sicherlich zu bisherigen omnivoren Essgewohnheiten. Aber für eine ausgewogene Ernährung braucht man sie tatsächlich nicht.

Eine Handvoll Nüsse und ein paar Bohnen hätten diese „Gemüsemischung Chinesische Art“ bereits hervorragend abgerundet!

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Unterwegs vegan essen können

Martin Gertler25.06.2014

Eine typische Sorge ist diese: Wenn ich vegan lebe, finde ich auf Reisen kaum passende Restaurants und Angebote.

Nicht jede Kellnerin und jede Kellner weiß, was das Wort „vegan“ bedeutet. Oft kennt man nicht den Unterschied zwischen vegetarisch oder vegan. Manche Menschen glauben, es bedeute glutenfrei. 

Also wählt man sich selbst ein Essen aus, dessen Zutaten keine Tierprodukte ausweisen. Doch wie und wo erreicht man dies am einfachsten?

Internationale Küche meist besonders geeignet

  • In indischen Restaurants gibt es viele Bohnen- und Reisgerichte und viele Vorspeisen, die bereits vegan sind oder auf Bestellung so hergestellt werden können, etwa durch Weglassen von Butter und Verwendung von Pflanzenöl bei der Zubereitung.
  • In Thai-Restaurants kann man Fischsauce, Austernsauce, Ei etc. bei Gerichten, die prinzipiell vegan zubereitet werden können, weglassen. Und man entscheidet sich für Reisnudeln statt Eiernudeln.
  • In äthiopischen Restaurants gibt es Eintöpfe auf Gemüse-, Linsen-und Bohnenbasis. Man kann die Küche bitten, statt Butter Öl zu verwenden. 
  • In mexikanischen Restaurants kann man sich informieren, ob Schmalz in den Bohnengerichten und Tortillas verarbeitet wird und Hühnerbrühe in den Reisgerichten, und man kann sie bitten, Milchbestandteile bei Gerichten wie Guacamole, Fajitas, Burritos mit Bohnenfüllung oder Pilz-Tacos wegzulassen.
  • Restaurants mit mediterraner und nahöstlicher Küche können eine veganes Paradies sein: Dort gibt es Hummus, Baba Ganoush, Falafel, Taboulé, Gemüse-Kebab, Mujadra, Kichererbsen und Salate. 
  • Pizzerien bieten immer auch mindestens eine Gemüse-Pizza an und die Böden sind eh vegan. Man kann einfach darum bitten, sie ohne Käse zu backen und stattdessen mehr Tomatensauce zu verwenden. Sauerkraut, Avocado-Scheiben, scharfe Soße oder Jalapeno-Scheiben geben solchen Pizzen den besonderen Pfiff.

Frühzeitige Recherche hilft

  • Ob einheimische oder internationale Küche: Eine echte Hilfe für die Suche nach veganen Restaurants ist die Happy-Cow-Website, auch als iPhone-App. Man kann dort sein Reiseziel eingeben und so schnell Restaurants und auch Lebensmittelgeschäfte in diesem Gebiet finden.
  • Weitere gute Quellen sind Yelp (nur unter dem Stichwort „vegan“ in Ihrem Zielort suchen) und Google, um herauszufinden, ob vegane Blogger die veganen Möglichkeiten dort erwähnt und überprüft haben. Das Wort „vegan“ sollte man bei der Google-Suche in Anführungszeichen setzen, sonst gibt Google auch Ergebnisse zu „vegetarisch“ aus. 
  • Wenn man ein Restaurant in die engere Wahl nimmt, sollte man sich die Speisekarte online ansehen. Die meisten Restaurants veröffentlichen heutzutage ihre Speisekarte auf ihrer eigenen Website.

Wenn möglich: selbst kochen

In immer mehr Reisegebieten gibt es Hotels, deren Zimmer mit einer kleinen Küche ausgestattet sind. Für nur eine Nacht ist das wenig nutzbringend, aber wenn man mehrere Tage irgendwo bleiben will, erleichtert es die vegane Versorgung enorm, denn man kann die Zutaten für seine Mahlzeiten im nächsten Supermarkt erwerben und dann „daheim“ zubereiten.

Mini-Küche zum Mitnehmen: „Hankgepäck“zoom

Gibt es vor Ort keine eingebaute Kochmöglichkeit, hilft die mobile Kleinküche „Hankgepäck“ - hier als Radiobeitrag auf Reisen sowie als Produkt-Tipp mit Bildern vorgestellt. Sie passt ins Reisegepäck und ersetzt für bis zu zwei Personen die fehlende Kochstelle.

Auch enthält sie alle notwendigen Werkzeuge: Pfanne, verschiedene Töpfe, Besteck... - und sogar die Möglichkeit, bis zu sechs verschiedene Gewürze dabei zu haben. 

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Mousse au Chocolat - raw!

Martin Gertler19.06.2014

Schokoladenmus ist in vielen Ländern eine beliebte Nachspeise; ihr wichtigster Bestandteil ist Kakao

Das Dessert erhält seinen einzigartigen Geschmack nur durch einen hohen Kakaoanteil. 

Vegane Zubereitung? Kein Problem...

Mousse au Chocolat vegan - die Zutatenzoom

Lediglich vier Zutaten werden für eine rein pflanzliche Variante benötigt:

Die Süße des Desserts, dem hier kein Zucker hinzugefügt wird, hängt vor allem von der Reife der Banane ab.

Mit dem Pürierstab alles sorgfältig zerkleinern und vermischen. 

Mousse au Chocolat vegan - fertig!zoom

Binnen zwei Minuten ist nun ein cremiges Schokoladenmus entstanden, das keine schnell verderblichen Bestandteile enthält.

Daher kommt sie portionsweise in kleine Becher oder Gläser und des Geschmacks wegen verschlossen in den Kühlschrank.

 
 

Zum Nachtisch wird sie mit einem frischen Minzblatt und Johannisbeeren serviert.

Diese tierleidfreie Variante kann man bei Bedarf noch süßen, sie schmeckt aber schon so, als „Mousse au Chocolat raw“, hervorragend!

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Tortellini mit Speck

Martin Gertler16.06.2014
Tortellini mit Gemüse, Salat und „Speck“zoom

In den Tagen der „Schafskälte“ schmeckt auch ein Salat, sofern warmer Beilage - sozusagen. 

Diesmal geht es um eine Kombination von Gemüse-Tortellini, frischen Gemüsen und Salaten aus dem Garten, garniert mit einer neuen Art „Speck“.

 
 

Die Zubereitung

Zunächst werden die Tortellini „Gemüse“ von Alnatura gekocht, am besten in einer Gemüsebrühe. Sie sind nach ca. 15 Minuten servierfertig.

Wie Speck: „Maaltijdblokjes“zoom

Parallel den „Speck“ in einer Pfanne mit Pflanzenöl auf hoher Temperatur anbraten. Er ist nach gut 5 Minuten genügend knusprig. 

Es handelt sich dabei um pflanzliche Blöcke, die als „Maaltijdblokjes“ von der Fa. ProViand in den Niederlanden in den Supermärkten von Albert Heijn verkauft werden.

Sie bestehen zu 36% aus Gemüse (Möhren und Zwiebeln), Wasser, zu 20% aus Erbsenprotein, Erbsenfasern, Kartoffelstärke, Sonnenblumenöl, Räucheraroma, fermentiertem rotem Reis und Salz

  • Die Produkte des Herstellers ProViand werden in Deutschland von WieFleisch angeboten. Sie enthalten weder Gluten noch Soja.

Es empfiehlt sich, die Stücke nach dem Braten mit etwas Pfeffer und etwas Salz nachzuwürzen. Auf einem Teller separat bereitlegen vor dem Anrichten und Servieren.

Schließlich gemischtes Pfannengemüse in der frei gewordenen Pfanne mit Pflanzenöl braten: etwa 40% Porree, 40% Champignons und 20% rote Zwiebelstücke. Nach zehn Minuten sind die Gemüse gar und noch bissfest. Gut würzen - ganz nach Geschmack! 

Für eine Minute abschließend die abgegossenen Tortellini mitschmoren lassen. 

Zum Anrichten die zuvor geputzten Salate aus dem Garten auf den Teller geben und mit Olivenöl und Balsamico sowie Walnusstücken und frisch geschnittenen Kräutern ergänzen. Die Mischung aus Gemüse und Tortellini hinzugeben - und genießen!

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