Kohlrouladen. © Cordula Hesselbarth
 
 

Weblog

Hier gibt's - wie bei einem Tagebuch - immer wieder Neues aus dem Alltag des veganen Kochens, des veganen Alltags und der Veganwirtschaft.  

 
 

Pflanzliche Nahrungsmittel sind gut für die Knochen

Martin Gertler06.05.2014
Gesund essenzoom

Eine Studie, die vor kurzem im „Journal of Nutrition“ veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Gemüse, Obst und Sojaprodukte wirksam vor Hüftfrakturen schützen können. 

Die Forscher untersuchten über 10 Jahre lang die Ernährungsweisen und das Risiko für Hüftfrakturen von 63.257 Teilnehmern der „Singapore Chinese Health Study“. 

Sie fanden heraus, dass diejenigen, die am meisten Gemüse, Obst und Sojaprodukte verzehrten, ein um 34 Prozent verringertes Risiko für Hüftfrakturen hatten im Vergleich zu denen, die am wenigsten Gemüse, Obst und Sojaprodukte gegessen hatten. 

Ernährung mit viel Fleisch und raffiniertem Zucker hatte hingegen offensichtlich keine Schutzwirkung gegen Frakturen.

Quelle: Dai Z, Butler LM, van Dam RM, Ang L, Yuan J, Koh W. (2014): Adherence to a vegetable-fruit-soy dietary pattern or the Alternative Healthy Eating Index is associated with lower hip fracture risk among Singapore Chinese. J Nutr. 2014;144:511-518

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Eibrot ohne Ei

Martin Gertler05.05.2014
Veganes Ei-Brotzoom

Einfacher geht es kaum! Aus einer reifen Avocado das Körnerbrot bestreichen und eine Prise Kala Namak darüber streuen. Fertig!

So schnell lässt sich ein veganes „Eibrot“ realisieren...

Guten Appetit!

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Mai-Brunch

Martin Gertler01.05.2014
Die Vorkosterzoom

Am 1. Mai dieses Jahres haben wir den veganen Brunch im „Mio Matto“ in Berlin getestet. 

Unsere Aufgabenstellung lautete: Kann ich dort in Form eines Brunchs mit meiner Familie meinen „runden Geburtstag“ feiern...?

Das Fazit lautete einhellig: Ja! 

Und die nachfolgenden Bilder mögen das vermitteln.

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Vegan auf dem Vormarsch

Martin Gertler27.04.2014

Das berichtete das YouGov-Institut für Markt- und Organisationsforschung mit Hauptsitz in London und Standorten in Deutschland, Frankreich, Skandinavien, den USA und dem Nahen Osten aus seiner Kölner Niederlassung in einer Pressemitteilung:

Veganer Lunch im Flugzeug von AirBerlinzoom

Köln, 12.03.2014. Aktuell liegt die Zahl der Veganer in Deutschland bei 1,5 Prozent. Dies ist im Vergleich zu der Anzahl der bekennenden Vegetarier (sechs Prozent) zwar noch gering, doch das Thema vegane Ernährung könnte sich in Deutschland zu einem neuen Ernährungstrend entwickeln. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 1.048 Personen vom 31.01. bis 03.02.2014 repräsentativ befragt wurden.

Bei Veganern kommen anstelle von tierischer Kost ausschließlich Gemüse, Früchte, Körner und alle möglichen anderen pflanzlichen Produkte auf den Tisch. Bereits jeder elfte Bundesbürger ist generell am Thema vegane Ernährung interessiert, zwei Drittel haben sich in den letzten zwei bis drei Monaten mindestens einmal mit dem Thema rund um die pflanzliche Ernährung beschäftigt. In den Medien und in der Gesellschaft findet das Thema derzeit also große Beachtung.

Geht es um konkrete Hersteller für vegane Produkte, so können aktuell allerdings nur wenige Befragte spontan einen Markenamen nennen, wobei nicht alle Marken tatsächlich auf vegane Produkte spezialisiert sind. Die am häufigsten genannten Marken sind Alnatura, Weleda, Lavera, Alpro, Alverde sowie Katjes. Herstellermarken, die auf vegane Fleisch-, Butter- oder Käseersatzprodukte spezialisiert sind, wie zum Beispiel Wheaty, Viana, Wilmersburger, Alsan, wurden spontan nur absolut vereinzelt genannt.

Doch dies kann sich bald ändern, denn „die hochgerechnet 1,2 Mio. Veganer in Deutschland sind für die Lebensmittelindustrie mit Blick auf das heißumkämpfte Kühlregal ein durchaus interessantes Marktpotenzial. Sie sind die Speerspitze der ‚Pflanzenkostaffinen‘, die insgesamt immerhin zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen. Das große Interesse am Thema lässt vermuten, dass sie sich äußerst gerne von innovativen veganen Produkten begeistern lassen. Das werden wir in Kürze noch tiefergehend untersuchen“, sagt Anja Wenke, Head of Business Unit Consumer, Retail & Media bei YouGov.

Quelle: YouGov

Andere Ergebnisse: „FleischWirtschaft“

Hingegen hatte in einem leider nicht genau datierten Zeitraum eine Gruppe von Forschern der Universitäten Göttingen und Hohenheim eine Untersuchung für die „FleischWirtschaft 07/2013“ durchgeführt

Dort wurde offenbar mit einer zu YouGov vergleichbar großen Stichprobe gearbeitet. 

Auffällig bleibt aber bei dieser Drittmittel-Studie der beiden Uni-Forschergruppen die unerklärlich geringere Prozentuierung der Vegetarier (3,7 % statt 8 % gemäß VEBU) und der schlichtweg mit ihnen eingetüteten Veganer (unter 0,5 % der Bevölkerung gegenüber 1,5 % gemäß YouGov-Hochrechnung, entspr. 1,2 Millionen Deutschen - mehr als Köln Einwohner hat).

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing...“?

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Die Titelstory des „Stern“

Martin Gertler24.04.2014
Titelstory im STERNzoom

Diese Wochenillustrierte zählt normalerweise nicht zu meiner Lektüre. 

Seit der Publikation jener Story zu den vermeintlichen Hitler-Tagebüchern vor 31 Jahren habe ich - außer im Wartezimmer einer Arztpraxis - keine Berührung mehr mit dem „Stern“ gehabt. 

Doch diese Titelgeschichte vom 24.04.2014 war es mir wert. Und: zu Recht!

Schon stark: die Story

Mit wohlwollender Achtsamkeit geschrieben, erweist sich dieser Beitrag als ein Highlight der Berichterstattung im deutschen Blätterwald der letzten Monate. 

Hier werden nicht angebliche „Fakten“ summiert und diskutiert, sondern das Erleben von Menschen und ihre Überzeugungen stehen im Mittelpunkt. 

Dazu passt auch die mehr als freundliche Einbeziehung des Testimonials von Sonja Reifenhäuser und ihren interessanten Tipps.

Hinzu kommen für den (seit mehr als zwei Jahren) praktizierenden Veganer die mitunter noch neuen Tipps in der Kolumne „Gut zu wissen“. Auch die Rezepte sind prima und verlocken direkt zum Ausprobieren (wenngleich sich nicht erschließt, warum sie lt. Titelseite „die besten“ sein sollten).

Weniger überzeugend ist der Hinweis in der Kolumne „... & lassen“, man solle Produkte, die ein „Ersatzgefühl“ (hallo, was soll diese Wortschöpfung denn bedeuten...?) anböten, meiden. Die dortige unbegründete Prognose der Enttäuschung ist eine rein subjektive Einzelmeinung. 

Dinner mit Algen-Frikadellenzoom

Angesichts solcher Ausrutscher greife ich für mein Dinner hurtig zu Nudeln, Champignons und einer vorgefertigten Algen-Frikadelle, die ich selbst nie herstellen könnte und die ein tolles „Ersatzgefühl“ in meinem Gaumen erzeugte...!

 
 

Hier muss - finde ich - klar gesagt werden, dass es den Menschen doch bitte freigestellt bleiben möge, ob sie Fastfood bzw. Convenience Food mögen oder nicht. 

Wir brauchen nicht über die Freiheit für die anderen Tiere zu reden, wenn wir sie für unsere eigene Art nicht auch verteidigen wollen...

Leider schwach: der „Test“

Die Rubrik „Der V-Faktor“ auf S. 63 ist eigentlich viel zu dünne, um ihr überhaupt Beachtung zu schenken. Man merkt sogleich, dass da wohl jemand anders aus der Redaktion eingegriffen haben muss, um ein wenig Sand (bzw. Schotter) in den konsistenten Beitrag des Autors einzubringen. 

Abgesehen davon, dass jene Fragen und Antworten wissenschaftlichen Kriterien nicht genügen könnten, wurden gar in drei von den acht Fragen - also nicht in allen! - zusätzliche Antworten „D“ eingebracht. 

Und in der sogenannten „Auswertung“ auf S. 67 wird Bezug auf jene Antworten „D“ genommen, sichtlich umfänglicher als zu anderen Antworten, unter Verwendung von längst veralteten Informationen und unter unsauberer Verwendung von Quellen, denn bei dem Verweis auf „Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ handelt es sich um eine umstrittene Einzelmeinung. Zudem wird nicht hinreichend berücksichtigt, welchen systemischen Abhängigkeiten jene „Gesellschaft“ unterliegt.

Daher möge hier auf die fundierte Gegendarstellung eines erfahrenen Mediziners inkl. Quellenhinweisen stellvertretend hingewiesen sein.

Fazit: ja - aber

Ein starker und lobenswerter Beitrag eines spannend schreibenden und engagierten Autors - leider ein wenig verwässert durch redaktionelles Drumherum in Form eines substanzlosen „Tests“ mitsamt längst überholten Positionen.

Nicht enthalten sind in dem Beitrag die Folgerungen für die Ökonomie: Veganer benötigen nämlich explizit andere Produkte als Vegetarier und Omnivoren. Daher entwickelt sich längst eine Spartenwirtschaft, die - wo immer man hinschaut - zweistellige Zuwachsraten jährlich verzeichnet. 

Immerhin gibt es gemäß Hochrechnung von YouGov aufgrund einer repräsentativen Erhebung inzwischen 1,2 Millionen Veganer in Deutschland, also leben 1,5 Prozent der Bevölkerung bereits vegan. Deren „Sonderwünsche“ dürften zu weiterer Aufmerksamkeit in der Presse sowie auch in der Ökonomie führen - und zu neuen Angeboten an Studiengängen und Weiterbildung.

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Heute Wilde Küche...

Martin Gertler06.04.2014
Spaghetti mit Löwenzahnblütenknospenzoom

Wir kochen heute Vollkornspaghetti mit Pesto aus frischen Tomaten und gedünsteten Löwenzahnblütenknospen!

Silvia Graf weiß, wie es gemacht wird: 

Für 1 Person: 

120 g Vollkornspaghetti in Salzwasser garen

Pesto:

  • 2 frische Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • alles pürieren
  • mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Hefeflocken abschmecken
  • 10 junge Löwenzahnblätter und ein paar Basilikumblätter hacken und unter das Pesto mischen

Gedünstete Löwenzahnblütenknospen:

  • 1 kleine Handvoll geschlossene Löwenzahnblütenknospen in 1 TL Olivenöl dünsten ( 2-3 Minuten) mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken

Alles zusammen auf einem Teller anrichten und genießen!

E-Bookzoom

Danke, Silvia, für Dein "wildes" Rezept!

Mehr davon in ihrem E-Book, 

vegan = einfach = lecker!

99 alltagstaugliche Rezepte der veganen Küche Vol.1, erhältlich als

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