Wie Fleisch? Wozu.

Martin Gertler, 14.10.2014

Fleischersatz verliert bei vollwertiger pflanzlicher Ernährung offenbar schnell an Bedeutung.

Wiefleisch - "wie Rind"zoom

Dies erlebte ich heute, als ich ein solches Produkt zum Mittagessen bei einer „omnivoren“ Familie mitbrachte: „wie Rind“ von Wiefleisch.

Man hatte eine Gemüsepfanne mit Nudeln vorbereitet - und meine Streifen von „wie Rind“ wurden als solche schnell erkannt: „Schmeckt wie Rind!“

 
 

Außerdem stand ein Schälchen mit Stückchen von „Schweinefleisch“ (also: Aas vom toten Schwein...) auf dem Tisch. Die Tochter, frischgebackene Studentin und gerade erst 19 Jahre jung, bevorzugte jenes Aas, fügte es reichlich hinzu und überstreute ihren Teller mehrfach mit Parmesankäse aus der Tüte. 

Das mitgebrachte Ersatzprodukt schmeckte ihr nicht wegen der „zu wenig fleischähnlichen Konsistenz“ - der Geschmack allein reichte ihr also nicht.

Die Eltern fanden, dass das Ersatzprodukt tatsächlich nach Rind schmeckte, und mischten dieses plus die Aas-Stückchen unter ihre Nudel-Gemüse-Teller.

Mir selbst schmeckte das Ersatzprodukt im Gemüseteller wie eine mögliche, aber nicht wirklich notwendige Beilage. Mein spontaner Kommentar: „Nach bald drei total fleischfreien, veganen Jahren weiß ich eh nicht mehr, wie Rind schmeckte! Aber es ist schön, das heute von Euch zu hören und bestätigt zu bekommen."

Und ich fügte sogleich unwillkürlich noch hinzu: „Dann ist's ja aber auch völlig egal - und es muss für mich eigentlich gar nix mehr so schmecken wie das übliche Aas, denn es fehlt mir überhaupt nicht mehr!“

Logisch, oder?

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