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„Warum isst du Fleischersatz?“

Martin Gertler21.03.2015

Diese Frage kennen viele Veganer. Eine persönliche Antwort...

Fleisch„ersatz“produkte werden von vielen als purer Unsinn betrachtet.

„Iss doch einfach in Naturform das, was da drin steckt: Gemüse, Getreide, Obstbestandteile, Gewürze!“

Ja, sicher, gerne und meistens - aber warum nicht auch immer mal wieder etwas, das so aussieht und schmeckt wie vom Tier, obgleich keines dafür „geopfert“ werden musste...?!?

Bei meinem letzten Geburtstag gab es entsprechende Kommentare - und die hartnäckige Verweigerung, solche rein pflanzlichen Nahrungsmittel zu probieren: „Ich esse nur, was echt ist!“

Das liegt mir heute noch quer im Magen.

Die Verweigerung von „Fleischersatz“ ist offensichtlich apologetischer Bestandteil jenes weit verbreiteten Irrglaubens, zu dem die vermeintliche Gesundheit und Unbedenklichkeit des Verzehrs von Aas zählen.

Leberwurst bestand jedoch noch nie aus Leber, Hähnchen ist immer schon üblicherweise Hühnchen, und Bratwurst oder Frikadellen beinhalten so viel Abfall und Giftiges, dass dem wirklich auf ein gesundes Leben orientierten Zeitgenossen jedes Verständnis dafür fehlen müsste, warum andere Zeitgenossen sich damit in Kenntnis aller Bedenken bedenkenlos zustopfen.

Dennoch werden die märchenhaften Behauptungen vom gesunden Fleisch, der Lebenskraft durch Milch und der wertvollen Ernährung mit Fischen weitererzählt. 
Das geht sogar so weit, dass „Milch“ tierlichen Ursprungs sein muss, nicht aber von Hafer, Soja, Reis, Mandeln etc. gewonnen werden könnte. Hallo Fake-Leberwurst...! Oder auch Fake-Teewurst...

Die Nutzung tierlicher Bestandteile für Genuss und Nahrung ist seit jeher so voller Lügen, dass der Veganer sich nur wundern kann, wenn andere immer noch an „Echtes“ vom Tier glauben.

Imitat ist echter

Geschnetzeltes an Kartoffeln, Champignons, Spinat und Tomatenzoom

Das Soja-Geschnetzelte dieses Abends ist letztlich die echtere und bessere Variante. Es ist ein Imitat, kein Ersatz!

Hier ist nämlich klar, dass dafür kein Lebewesen leiden und umgebracht werden musste; es ist klar, dass die Bestandteile rein pflanzlicher Natur und dabei auch wirklich „rein“ sind, da nicht genmanipuliert (wie das Soja aus Übersee, mit dem auch hierzulande die in Massentierhaltung Eingesperrten und Leidenden zugestopft werden).

Daher ist es sinnvoll, immer wieder solche Fleischimitate zuzubereiten und auch anderen zu servieren: Sie beweisen nämlich, dass kein Blut mehr fließen muss, um sich so wie bisher mit Steaks und Geschnetzeltem und Gulasch etc. zu ernähren.

Somit ist auch das Wort „Fleischersatz“ sinnlos: Fleisch (bzw. Aas...) muss überhaupt nicht ersetzt werden (weil man tierliche Nahrung nicht benötigt) - vielmehr kann es prima imitiert werden, einfach um die eigene jahrzehntelange Esstradition zumindest äußerlich nicht völlig aufzugeben.

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Wie Fleisch? Wozu.

Martin Gertler14.10.2014

Fleischersatz verliert bei vollwertiger pflanzlicher Ernährung offenbar schnell an Bedeutung.

Wiefleisch - "wie Rind"zoom

Dies erlebte ich heute, als ich ein solches Produkt zum Mittagessen bei einer „omnivoren“ Familie mitbrachte: „wie Rind“ von Wiefleisch.

Man hatte eine Gemüsepfanne mit Nudeln vorbereitet - und meine Streifen von „wie Rind“ wurden als solche schnell erkannt: „Schmeckt wie Rind!“

 
 

Außerdem stand ein Schälchen mit Stückchen von „Schweinefleisch“ (also: Aas vom toten Schwein...) auf dem Tisch. Die Tochter, frischgebackene Studentin und gerade erst 19 Jahre jung, bevorzugte jenes Aas, fügte es reichlich hinzu und überstreute ihren Teller mehrfach mit Parmesankäse aus der Tüte. 

Das mitgebrachte Ersatzprodukt schmeckte ihr nicht wegen der „zu wenig fleischähnlichen Konsistenz“ - der Geschmack allein reichte ihr also nicht.

Die Eltern fanden, dass das Ersatzprodukt tatsächlich nach Rind schmeckte, und mischten dieses plus die Aas-Stückchen unter ihre Nudel-Gemüse-Teller.

Mir selbst schmeckte das Ersatzprodukt im Gemüseteller wie eine mögliche, aber nicht wirklich notwendige Beilage. Mein spontaner Kommentar: „Nach bald drei total fleischfreien, veganen Jahren weiß ich eh nicht mehr, wie Rind schmeckte! Aber es ist schön, das heute von Euch zu hören und bestätigt zu bekommen."

Und ich fügte sogleich unwillkürlich noch hinzu: „Dann ist's ja aber auch völlig egal - und es muss für mich eigentlich gar nix mehr so schmecken wie das übliche Aas, denn es fehlt mir überhaupt nicht mehr!“

Logisch, oder?

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